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Aktive Kopfstützen

Bei Autounfällen gehört das Halswirbelsyndrom, umgangssprachlich Schleudertrauma genannt, zu den häufigsten Verletzungen. Dabei wird der Kopf ruckartig nach hinten gerissen und es kommt zu einer Überdehnung der Bänder und Muskeln. Meistens ist die Behandlung langwierig und kostenintensiv. In den letzten 30 Jahren hat sich diese Form der Unfallverletzung verdreifacht durch vermehrt auftretende Auffahrunfälle.

Neben den Airbags gibt es deshalb eine Neuentwicklung, die die Sicherheit beim Autofahren erhöhen soll, die „aktiven Kopfstützen“. Bei einem Aufprall wird der Körper an die Rückenlehne gedrückt. Durch diesen starken Druck wird in den Kopfstützen ein Mechanismus ausgelöst, dass sich die Kopfstütze nach vorne und nach oben bewegt. So kann sie den sogenannten „Peitschenschlag“ abfangen. Der Kopf wird nicht mehr weit nach hinten gerissen sondern bleibt mit dem übrigen Körper in einer geraden Haltung. Nach einem Aufprall bewegt sich die Kopfstütze sofort wieder in ihre Ausgangsposition, um eventuell bei Massenkarambolagen einen neuen Aufprall abfedern zu können.

Technisch hat man das Problem so gelöst, dass ein Hebelsystem in den oberen Teil der Rückenlehne intergriert wurde, das nur ein Kilo wiegt. Bisher werden die aktiven Kopfstützen nur in die Vordersitze eingebaut. Bei manchen Modellen gibt es sie schon serienmäßig. Die Entwicklung geht allerdings in die Richtung, auch für die Rücksitze neue Sicherheitssysteme zu entwickeln.