Nach welchen Prinzipien arbeitet das Motortuning?

Veränderungen an den Motoren von Serienfahrzeugen blicken in der Tuning-Szene auf eine lange Tradition zurück. Bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erfreute sich diese Form der Autotunings gerade in weiten Teilen der männlichen Bevölkerung großer Beliebtheit und wurde bald von namhaften Automobilherstellern als lukrative Einnahmequelle erkannt. Denn gerade die zum Teil sehr aufwendigen Veränderungen an den Serienmotoren können teilweise nur von professionellen Firmen vorgenommen werden. Im Wesentlichen erfolgt das Motortuning aufgrund von drei Grundprinzipien, die sich bis heute nur geringfügig verändert haben.

Das erste dieser Prinzipien besteht in der Vergrößerung des zur Verfügung stehenden Hubraums. Hiermit erhöht sich der Massendurchsatz pro Kolbendurchgang, was zu einer erheblichen Steigerung der Motorleistung führen kann. Da es sich bei einem Zylinder um einen geometrischen Hohlkörper handelt, kann die Veränderung des Hubraums auf verschiedene Arten erfolgen. Zum einen kann der Durchmesser des Kolbens vergrößert werden und zum anderen durch einen Verlängerung des Zylinders. Beides führt zu einer Vergrößerung des Volumens.

Betrachtet man die Einflussgrößen, aus denen sich die Leistung eines Motors zusammensetzt, wird das 2. Grundprinzip des Motortunings sicher schnell deutlich. Je weiter die Drehzahl gesteigert wird, umso höher wird die Leistung des Motors ausfallen. Allerdings werden dieser Form des Tunings durch das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen mechanischen Bauteile Grenzen gesetzt.

Als drittes und letztes Prinzip kann der Mitteldruck verändert werden. Dieser fungiert in der Industrie und im Motorsport als ein Maß für den Wirkungsgrad des Motors und beschreibt letzten Endes nichts weiter als den Zylinderdruck. Dieser wird während aller Takte gemessen und aus den einzelnen Werten ein Durchschnitt gezogen, der so genannte Mitteldruck. Verbesserungen in diesem Bereich beziehen sich unter anderem auf Veränderungen an den Ansaugventilen oder des Zylinderkopfes.

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