Modultuning
Einen vollkommen anderen Weg als die beiden bereits genannten Tuning-Maßnahmen geht das sog enannte Modultuning. Es verzichtet gänzlich auf Eingriffe in das Steuergerät, welches durch den betreffenden Hersteller in die Serienfahrzeuge eingebaut wird. Auch erfolgt hier kein Zugriff auf die Bordelektronik über die OBD-Schnittstelle, die eigentlich zu Diagnosezwecken eingebaut wird und ursprünglich aus den USA nach Europa gelangt ist.
Beim Modultuning wird eine zusätzliche Steuerelektronik in den Motorinnenraum eingebaut. Je nach Hersteller kann diese zwischen dem eigentlichen Steuergerät und der Einspritzanlage untergebracht werden. Mit Hilfe dieser Modifikation lassen sich der Einspritzzeitpunkt und die jeweilige Einspritzmenge soweit regeln, dass eine nicht unerhebliche Mehrleistung das Ergebnis ist. Wird ein Fahrzeug mit dieser Technik modifiziert, macht sich der Tuner zwar von den Software-Updates der Hersteller unabhängig, hat aber trotz allem mit den an anderer Stelle angesprochenen Hürden und Problemen zu kämpfen: Jedes PS mehr an Leistung wird durch einen höheren Verschleiß der einzelnen Motorteile erkauft. Zudem müssen in verschiedenen Fällen weitere Veränderungen am Fahrwerk, der Brems- oder Auspuffanlage vorgenommen werden, um die Fahrsicherheit auch weiterhin gewährleisten zu können. Veränderungen in den Leistungsdaten per Modultuning eignen sich besonders für den Einsatz bei Dieselfahrzeugen. Ottomotoren können über den Einsatz des Chiptunings verbessert werden.
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