Low-Rider

Auf den allseits beliebten Tuning-Treffen und verschiedenen Automessen ziehen diese Fahrzeuge unweigerlich die Blicke der Besucher an: Sie wirken durch ihre, wie von Geisterhand geführten, Bewegungen lebendig und unwirklich zugleich. Tatsächlich jedoch steckt hinter diesen Fahrzeugen eine relativ aufwendige Tuning-Maßnahme.

Für einen Low-Rider muss in der Regel das gesamte Fahrwerk gegen einen Umbau ausgetauscht werden. Herzstück dieser neuen Fahrwerksanlage sind besondere Hydraulikzylinder und Pumpen, mit deren Hilfe der Druck in den Zylindern verändert werden kann. Gesteuert werden die Hydraulikpumpen mit den dazugehörigen Elektromotoren über einzelne Schalter. Diese können entweder im Innenraum des Fahrzeugs oder einer eigenständigen "Fernsteuerung" untergebracht werden. Letzteres empfiehlt sich gerade dann, wenn es sich um nicht zugelassen Low-Rider mit einer ausgefallenen Hydraulik handelt.

Aufgrund des Einbaus von Pumpen und Motoren im Kofferraum, steigt natürlich der Energieverbrauch beträchtlich an. Aus diesem Grund müssen in der Regel zusätzliche Batterien verbaut werden, um die Energieversorgung sicher zu stellen. Hiervon hängt unter anderem die Reihenfolge und Geschwindigkeit der einzelnen Bewegungen ab. Ursprünglich stammt dieser Trend aus den USA, wo sich Low-Rider in der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuen und in den letzten Jahren eine große Fangemeinde entstanden ist. In Europa und speziell Deutschland hat sich inzwischen ebenfalls eine Low-Rider-Szene etabliert, kann aber mit dem amerikanischen Vorbild nicht mithalten, was die aktiven Mitglieder betrifft.

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