Sicherheitsprüfung
Die Sicherheitsprüfung ist eine gesetzliche Pflichtuntersuchung für Nutzfahrzeuge. Darunter fallen Lkws, Omnibusse mit mehr als acht Sitzplätzen und alle Anhänger über 10 t. Der Gesetzgeber beabsichtigt mit der Sicherheitsprüfung, die allgemeine Verkehrssicherheit zu garantieren. Kontrolliert werden dabei Fahrgestell, Fahrwerk, Bremsanlage, Lenkung, Auspuffanlage, Reifen und Räder sowie die Schließfunktion von elektrisch betätigten Türen.
Die Sicherheitsprüfung (SP) führen die staatlich anerkannten Prüforganisationen durch. Für die Untersuchung ist ein Termin erforderlich. Die Prüfungsfristen sind je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich. Lkws zwischen 7,5 und 12 t müssen ihre erste Sicherheitsprüfung 42 Monate nach der Erstzulassung absolvieren, liegt ihr Gewicht über 12 t, sind es 30 Monate. Anschließend muss die Sicherheitsprüfung für alle Lkws immer 6 Monate nach der Hauptuntersuchung nachgewiesen werden. Die Kosten für eine Sicherheitsprüfung belaufen sich abhängig vom Fahrzeugtyp und der Gewichtsklasse auf 40 bis 100 €. Omnibusse sind nach der Erstzulassung zunächst zweimal im Abstand von sechs Monaten nach der Hauptuntersuchung prüfungspflichtig. Danach müssen sie alle drei Monate zur Sicherheitsprüfung.
Die Fristen für die Sicherheitsprüfung sind bindend und können nicht geändert werden. Bei Versäumen drohen dem Fahrzeughalter Bußgelder. Durchläuft das Fahrzeug die Sicherheitsprüfung ohne Beanstandung, dann bekommt es die Prüfplakette, die hinten links am Fahrzeugheck befestigt wird. Stellt der Prüfer jedoch Mängel fest, dann müssen diese binnen eines Monats repariert sein. Zugleich muss in diesem Monat eine Nachuntersuchung stattfinden.
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