Pflanzenöl

Pflanzliche Öle werden aus Ölpflanzen gewonnen und zählen zu den Fetten und Ölen. Je nach Anteil der ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen nicht trocknenden, halbtrocknenden und trocknenden Ölen. Trocknung bedeutet in dem Zusammenhang das Festwerden des Öls durch Oxidation und die Bildung von Polymeren durch ungesättigte Fettsäuren.

Zu den alternativen Kraftstoffen zählen die unbehandelten Pflanzenöle. Sie werden umgangssprachlich auch Pöl genannt. Verwendung finden sie als Kraftstoff für Dieselmotoren sowohl in mobilen als auch in stationären Anwendungen. Es sind jedoch Anpassungen an den Dieselmotor nötig, um ihn auch mit Pflanzenöl betreiben zu können.

Zur Verbrennung von Pflanzenöl in Motoren kann man einer von zwei Strategien folgen: entweder werden die Motoren auf die Eigenschaften des Öls angepasst oder das Pflanzenöl selbst wird zu einem neuen Kraftstoff weiterentwickelt, den man schließlich in genormter Qualität mit bestehender Qualität verwenden kann. Heute schon muss die Qualitätsnorm DIN V 51605 für Kraftstoffe aus Pflanzenöl zwingend erfüllt werden.

Pflanzenöl gehört zu den etwas schlechteren Alternativen zum herkömmlichen Kraftstoff. Die Emissionen zum Diesel bleiben unverändert und Anbau bzw. Gewinnung ist aufgrund der hohen Subventionen häufig unwirtschaftlich.

Pflanzenöl hört nicht bei Oliven-. Palm- oder Rapsöl auf. Über 1000 anbauwürdige Ölpflanzen gibt es, aber längst nicht alle werden genutzt. Prinzipiell sind alle pflanzlichen und auch tierischen Öle zum Betrieb umgerüsteter Wagen geeignet. Wichtig ist nur, dass sie vor ihrer Nutzung sehr sorgfältig gereinigt, entwässert und neutralisiert werden.

Biodiesel

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