Alternatives Fahren

Schon seit längerer zeit ist bekannt, dass nicht nur die Konstruktion eines Fahrzeugs sondern auch die Fahrweise eine große Rolle beim Kraftstoffverbrauch spielt. Mit Hilfe einer Energie sparenden Fahrweise ist es möglich, den Energieverbrauch beim Fahren zu senken. Bereits vor der Fahrt kann man Maßnahmen ergreifen, die zu Energieeinsparungen führen. So ist zum Beispiel klar, dass ein nicht gestarteter Motor 100 Prozent Kraftstoff spart. Das heißt: gerade Kurzstrecken müssen nicht unbedingt mit dem Auto zurückgelegt werden. Sie führen nur zu einem hohen Kraftstoffverbrauch und einem frühzeitigen Verschleiß des Motors. Auch das Vermeiden der Rush Hour, die Kombination mehrerer kleinerer Fahrten zu einer großen und die Bildung von Fahrgemeinschaften führen zu Einsparungen. Eine Alternative stellen in vielen Fällen auch öffentliche Verkehrsmittel oder Züge dar. Die Fahrt damit ist in der Summe preiswerter als die Fahrt mit dem Auto. Emissionslos ist die Nutzung eines Fahrrads.

Ein verringertes Fahrzeuggewicht reduziert den Rollwiderstand und damit auch den Energieaufwand, der für das Beschleunigen notwendig ist. Auch Reifeninnendruck, Reifenbreite und Reifendurchmesser beeinflussen den Rollwiderstand eines Fahrzeugs.

Die Verringerung des Luftwiderstandes wirkt sich ebenfalls positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus. Der Widerstand erhöht sich beispielsweise drastisch durch Dachgepäckträger, Fahrradträger, offene Dächer und Schiebedächer, Bug- und Heckspoiler.

Je später ein Motor gestartet wird, desto weniger läuft er nutzlos im Leerlauf. Tätigkeiten wie das Anlegen des Sicherheitsgurtes, das Einstellen von Sitzposition und Spiegel, das Warten auf Mitfahrer, Eiskratzen oder die Einstellung des Navigationssystems können durchaus auch ohne gestarteten Motor stattfinden. Übrigens: ein kalter Motor verbraucht mehr als ein warmer. Steht ein Fahrzeug also an einem warmen Ort, benötigt der Motor anfangs weniger Energie zum Start.

Beim Fahren selbst gibt es einige Möglichkeiten, Kraftstoff zu sparen. Ein zügiges Beschleunigen braucht zum Beispiel am wenigsten Energie. Am effektivsten sind ein Anfahren mit fast Vollgas und ein rasches Hochschalten in den nächsten Gang bei möglichst geringer Drehzahl. Fahrzeuge mit Ottomotoren sollten stets mit der niedrigsten möglichen Drehzahl gefahren werden. Der Wirkungsgrad des Kraftstoffes ist in einem hohen Gang höher als bei gleicher Geschwindigkeit in einem niedrigen Gang. Turbodiesel sollten im Bereich der Drehzahl des höchsten Motordrehmoments mit hoher Last gefahren werden. Hier liegt der spezifische Kraftstoffverbrauch am niedrigsten.

Gleiten ist eine sehr Energie sparende Fahrtechnik. Sie erfordert kaum Bremsmanöver und somit auch weniger Energie zum Beschleunigen. Auch eine Fahrt bei etwa 60-80 km/h produziert deutlich weniger Schadstoffe als eine Fahrt mit 150 km/h. Beim Verlangsamen eines Fahrzeuges gibt es neben der Bremse, die viel Energie in Wärme umwandelt, auch andere Bremstechniken, die weitaus Energie sparender wirken: die Schubabschaltung oder Rollen im Leerlauf. Die Motorbremse lohnt sich in Situationen, bei denen in größerer Entfernung ein Hindernis oder eine Ampel zu sehen ist. Langsamfahrten im Stau oder an roten Ampeln sind auch mit Standgas statt mit der Betätigung des Gaspedals möglich. Übrigens vermeidet dieses Vorgehen auch den vorzeitigen Verschleiß der Kupplung. Und wussten Sie schon, dass es sich schon ab wenigen Sekunden Stillstand lohnt, den Motor abzustellen?
Einige Motortypen wie zum Beispiel heiß gefahrene Turbomotoren oder Dieselmotoren erfordern ein regelrechtes "kalt fahren" nach einer Fahrt. Sie sollten nicht sofort ausgeschaltet werden oder man sollte darauf achten, große thermische Belastungen nicht kurz vor Ende der Fahrt durchzuführen. Hier führt ein frühzeitiges Abschalten aufgrund von Energiesparmaßnahmen langfristig zu einem höheren Verschleiß bis hin zum Motorschaden.

Alternative Antriebe

Bildergalerie VW Golf GTI

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